Schlafserie #07 – Einflussfaktor Alkohol


Alkohol ist die wohl am häufigsten falsch verstandene Schlafhilfe auf diesem Planeten. Da es sich beim Alkohol um ein Sedativum (Beruhigungsmittel) handelt, verliert man zwar nach Einnahme von Alkohol schneller das Bewusstsein, jedoch ist diese Art von „Schlaf“ nicht mit regenerativer und natürlicher Nachtruhe gleichzusetzen. Ganz im Gegenteil, denn er verursacht drei Dinge, welche dem gewünschten Schlaf einen Strich durch die Rechnung machen.


Erstens, er fragmentiert den Schlaf. Eine Fragmentation beschreibt die Unterbrechung der einzelnen Schlafphasen und resultiert in einer verminderten Qualität. Dies geschieht meist unbewusst und unbemerkt, doch es stört nachweislich die gesamte Physiologie.


Zweitens, er verhindert und unterdrückt die REM-Schlafphase, welcher in der gesamten Schlafgleichung unabdingbar ist.


Drittens, Alkohol unterdrückt Vasopressin, auch Antidiuretisches Hormon genannt, welches wie der Name schon ahnen lässt, für einen häufigeren Toilettengang in der Nacht sorgt.


Ein erhöhter Puls, eine signifikant verminderte Herzratenvariabilität, eine steigende Atemfrequenz und somit eine erhöhte Kernkörpertemperatur sind Veränderungen, welche das Trinken von Alkohol nach sich ziehen. Dies alles sind eindeutige Indikatoren für weniger Erholung und eine verminderte Effektivität des Schlafs, da das Einschlafen und die Generierung von Tiefschlaf u.a. auf einen sinkenden Puls und eine fallende Körpertemperatur angewiesen sind.

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© 2019 - 2020 Thorben Sauermann, Illustrationen von Huang Yixin

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