Süßholz, lat. Glycyrrhiza glabra


Anwendungsgebiete


Das in der TCM zu den 50 Basiskräutern gehörende Süßholz findet nicht nur in der Lakritzherstellung seine Verwendung, sondern ebenso bei Lungen- und Atemwegsbeschwerden und Magen-Darm-Problemen.

Hauptsächlich wird das Süßholz bei Halsschmerzen, Erkältungsbeschwerden, Lungenerkrankungen und einer Bronchitis eingesetzt. Es erleichtert das Abhusten durch seine schleimlösenden und auswurffördernden Eigenschaften und ist zudem noch antibakteriell und antiviral.

Auch Lungen- und Atemwegsbeschwerden, Magen-Darm-Probleme, wie eine Gastritis, Sodbrennen oder Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre werden mit dem Süßholz gerne und effektiv behandelt. Es regt das Verdauungssystem an, wirkt leicht abführend und ist entzündungshemmend.

Das Süßholz ist zudem bei Frauen in den Wechseljahren beliebt. Es kann in der Menopause auftretende Beschwerden lindern und gegebenenfalls depressiven Verstimmungen entgegenwirken.

Die Wurzel wird traditionell auch als Zahnbürste benutzt, da sie Karies und Zahnfleischentzündungen vorbeugt und den Mundgeruch reduziert.

Heilwirkungen: antibakteriell und antiviral, schleimlösend, auswurffördernd, entzündungshemmend, krampflösend


Wirkstoffe


  • Glycyrrhizin / Glycyrrhizinsäure (wirkt gegen Helicobacter-pylori-Bakterien, beschleunigt nachweislich die Abheilung von Magengeschwüren, verstärkt und unterstützt körpereigene Hormon- und Botenstoffe)

  • Triterpensaponine (u.a. das oben angesprochene Glycyrrhizin; antibakteriell, antifungizid, entzündungshemmend, Linderung von Müdigkeitserscheinungen, Gedächtnissteigerung)

  • Flavonoide, wie Isoliquiritigenin, Liquiritgenin (entzündungswidrig, antiallergische und gegen Asthma)

  • Isoflavone (Formononetin, Sterin)

  • Cumarine, wie Umbelliferon (antioxidativ, krampflösend, antibakteriell, gallenflussfördernd und leberschützend)



Anwendungsformen


Der für die Behandlung genutzte Teil der Pflanze ist die Wurzel, welche als Tinktur oder Heißwasseraufguss verwendet wird.

Bei Atemwegsproblemen empfiehlt es sich das reine Wurzelpulver oder die Tinktur mit Honig zu mischen.

Ohne ärztlichen Rat sollten Süßholzprodukte nicht länger als 4 bis 6 Wochen am Stück verwendet werden.

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© 2019 - 2020 Thorben Sauermann, Illustrationen von Huang Yixin

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